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Bargeldverbot

Ing-Büro Hufnagel
Herausgegeben von in Finanzen ·
Tags: BargeldverbotEU
 
Wem gehört das Geld, das ist die Frage hinter dem Bargeldverbot.  Ist das Geld in meinem Eigentum, in dem des Staats oder in dem der Bank? Genau aus dieser Frage heraus ergibt sich das Problem. Auf dem Geldschein ist die EZB als Ausgeber der Scheine benannt. Gehört damit der EZB das von mir verdiente Geld oder gehört es mir?

 
Wenn mein Geld auf der Bank liegt, ist es mein Geld oder gehört es der Bank? Wenn ich mein Bankkonto (welches leider diese Aktion nicht rechtfertigt) „plündere“, beraube ich damit die Bank und bringe sie in Nöte oder ist es ein originäres Recht als Eigentümer des Geldes, nach meinen Bedürfnissen und eigenem Ermessen es an mich zu nehmen?

 
 
Man stellt das Bargeldverbot auf die Kriminalität ab. Leider ist diese Begründung aber mehr als dürftig, da die Milliardensummen aus diesem Geschäft legal von Banken verwaltet und mit viel Zinsen und Investmentgewinn wieder legalisiert zu den Verbrechern laufen. Dort anzusetzen, wagt aber die EU nicht. Man trocknet nicht die Spielbanken in den USA, den britischen Inseln usw. aus. Man lässt weiter die Milliarden laufen – wohl um die Banken zu stützen – und fängt mit umso mehr Energie die kleinsten Fische mit dem Bargeldverbot.  

 
 
Man trocknet auch den Korruptionssumpf der Eliten aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kunst nicht aus. Hier ist ein enormes Geflecht entstanden, in dem die kriminellen Personen hoch angesehen und geschätzt sind ob ihrer Zuwendungen. Man hat so viele Skandale offen gelegt, aber irgendwie ist immer keiner Schuld und keiner hat was getan. Das Scheitern EU-Korruptionsbekämpfung, die Mafia-Einflüsse in Italien, die versickernden Milliardensubventionen in so vielen Staaten … All das ist nach wie vor gegeben, obgleich seit zig Jahren hier Bekämpfung und Einschränkung angekündigt sind.

 
 
Die EU wäre an sich eine tolle Sache und ist in vielen Punkten zu befürworten. Jedoch ist sie in einer völlig falschen Aufstellung unterwegs. Die EU sollte das Große regeln, die Großen der Industrie, der Banken, der Konzerne, der anderen großen Wirtschaftsböcke und Staaten als Partner und Konkurrent sich präsentieren. Darunter sollte es die kleine Ebene geben, in der die Bürger in Regionalität, Individualität und maximaler Selbstbestimmung örtlich regeln, was für sie hier am besten ist.

 
 
Statt dessen schreibt die EU aber bis in die tiefsten Ebenen große und umfangreiche Vorschriften und Gesetze, klüngelt mit den Größten und vergisst/übersieht, dass sie sich damit ihre Legitimation, ihre Zustimmung und auch ihrer Zukunft sich beraubt.
 
 
Das Bargeldverbot ist genauso ein Projekt. Fassungslos sehen wir Kleinen, wie Milliarden vergeudet werden, an die Falschen gehen und durch Betrug versickern,  wir sollen aber bei unserem eigenen Bargeld eingeschränkt werden und dazu noch über teure Geldgebühren bei der Bank dafür bestraft werden, unser Geld selbst zu halten.

 
 
Daher, die EU muss sich ändern und besser werden, dann ist das mit der Kriminalität auch in den Griff zu bekommen.
 
 
Freie, gebildete,  verantwortliche, finanziell gesicherte Bürger sind die Grundlage einer demokratischen Gesellschaft. Diese Grundlage zu schützen, zu erhalten, zu fördern, sollte das Anliegen aller Politik sein.



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