Holzbau - Ing-Büro Hufnagel

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Tragwerks-Planung
Tragwerksplanung im Holzbau

Holz ist ein besonderer Baustoff.  Er besticht durch eine Optik, seinen Geruch, seine Vielfältigkeit. Es  gibt Holzbauten, die bereits über 1000 Jahre existieren. Auch in  Deutschland sind viele Fachwerkhäuser (die im wesentlichen aus  Holztragwerken bestehen) und Kirchen (Dachstühle) aus dem 12.  Jahrhundert bekannt. Daher ist die Wiederentdeckung des Holzbaus nach  dem Betonbauboom sicherlich begründet. Doch Holzbau ist heute etwas  anderes als vor Jahrhunderten. Letztlich bestimmen nicht die  Balkenquerschnitte, sondern die Verbindungsmittel, die meist keiner  sieht, die Konstruktionen.  Besonders bei Witterungseinflüssen,  Brandbeanspruchungen, Wärmebrücken sind diese Verbindungen besonders gut  zu planen und zu beachten.

Heute verfügt man über viele Möglichkeiten Holzbauten und Holzkonstruktionen zu erstellen:

  • Balken-Sparrenkonstruktionen
Dies sind die  bekannten Bauarten für Dach und Holzdecken. Doch auch hier sind mit  Zeltdachkonstruktionen statisch hoch anspruchsvolle, optisch  interessante Konstruktionen möglich.

  • Rahmenbauweise
Hier werden  kleine Holzquerschnitte zu Rahmen verbunden (meist über Nageplatten),  die dann gesamt mit einer Holzverschalung als Wand und Deckenelemente  eingesetzt werden. Meist bei Holzhäusern im Einsatz.

  • Nagelbinder
Meist  weitspannende Tragwerke aus relativ kleinen Holzquerschnitten, die über  Nagelplatten zu stabilen Konstruktionen verbunden werden, Häufig bei  Hallen, Märkten, landw. Gebäuden usw. im Einsatz

  • Dickholzkonstruktionen
Hier werden  Bretterlagen miteinander verleimt oder verdübelt (oder eben beides) und  zu Wand- und Deckenelementen verbunden. Aussparungen, Leitungen lassen  sich schon in der Produktion vorsehen. Hier sind große Wandhöhen in  sichtbarem Holz möglich, große statische Belastbarkeit ist auch gegeben.

  • Funierschichtholz
Funierschichtholz  (z.B. Kerto) ist hoch belastbar, vielseitig verwendbar für Rahmen als  auch für Flächentragwerke. Beispielsweise sind so Rippenplatten für  sichtbare Dachtragwerke, Obergurte für Stahlunterspannte Träger sehr  wirtschaftlich und optisch ansprechend ausführbar.

  • Seilunterspannte Konstruktionen
Diese meist  weitgespannten Konstruktionen sind optisch hervorgehoben.  Sie sind  statisch meist sehr aufwendig. Es lassen sich aber selbst  brandbeanspruchte Konstruktionen in dieser Art ausführen.

  • Holz-Stahlbeton-Verbundkonstruktionen
Diese etwas  untypische Konstruktion hat ihren Einsatzbereich dort, wo eine  vorhandene Balkendecke erhalten und statisch ertüchtigt werden muss.  Dadurch wird die statische Last teils um das 4-fache erhöht, die  Lastabtragung ist als Scheibe möglich (Aussteifung) und der Schallschutz  des Gebäudes wird verbessert.  

Darüber hinaus lassen sich diese Konstruktionen vielfach kombinieren und so neue, andere Konstruktionen ermöglichen.
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