Sanierungen - Ing-Büro Hufnagel

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Gesamt-Planung
Die Sanierung von bestehenden Gebäuden ist eines der Schwerpunkte der Tätigkeit des Ing-Büro Hufnagel. Gerade im Bereich der Gebäudesanierung ist das Baugeschehen komplex und es sich -oft sehr zeitlich gedrängt - viele Abstimmungen, Klärungen und Entscheidungen erforderlich. So sind statische Fragen, Fragen des Brandschutzes oder technische Details oft erst im Zuge der Maßnahme erkennbar und müssen schnell geklärt werden.
Gerade hier ist die Aufstellung des Büro´s in diesen Kernbereichen ein großer Vorteil. Da diese Leistungen in einem Büro gebündelt sind, ist nicht erst in langer Konfrerenz mit vielen Beteiligten eine Klärung zu erarbeiten, sondern es können schnell die wichtigen Entscheidungen getroffen werden.
Auch ist hier wichtig, dass die Lösungen im Zusammenspiel dieser Bereiche entwickelt werden. Eine optimale Brandschutzplanung in Verbindung mit den geplanten Nutzungen und statischen Möglichkeiten wird bei uns in einem Zug entwickelt. Daher sind wir in der Lage in kurzer Zeit solide Planungen zu erstellen und umzusetzen.

Als Referenzobjekt sind hier besonders hervorzuheben:


Aquarena Heidenheim Modernisierung- Umbau eines bestehenden Hallenbads aus den 70-zigern.

Primärproblem war der Brandschutz. Die brandschutztechnisch erforderlichen Trennwände und Decken waren durch Leitungen für Lüftung, Sanitär und Elektro völlig ungeschottet durchlöchert. Eine Nachrüstung der Schottungen hätte Unsummen gekostet, das Bad für längere Zeit außer Betrieb gesetzt. Zudem hätte man intensiv in die Haustechnik eingreifen müssen, weite Teile des Netzes erneuern müssen, so dass wegen der neuen Vorschriften, der Msichung Alt-Neu eine Vielzahl neuer Probleme entstanden wären.
Statt dessen wurde über die Konzeption mit mechanischer Entrauchung, Überwachung mit BMA, optimierte Fluchtwege usw. die Konzeption eines einzigen Brandabschnitts ohne Schottungen realisiert. Damit wurde die Sanierung im laufenden Betrieb möglich und umfänglich die Modernisierung vorgenommen:

  • Rückbau alter Gastronomie aus OG und neue Gastro im EG
  • Neugestaltung Kasse, Foyer, Shop
  • Sanierung der Duschen und Wasseraufbereitung
  • Neugestaltung Obergeschoss mit Fitnessraum, Ruhezonen
  • Neugestaltung Kinderbereich
  • Neugestaltung Foyeraußenbereich

Trotz der sehr schwierigen Maßnahme und vielen Unwägbarkeiten zu Anfang konnte die Sanierung in 3 Bauabschnitten im laufendem Betrieb und Einhaltung gesetzter Fristen und Kosten umgesetzt und abgeschlossen werden.

Wichtig ist mir auch die Anmerkung, dass die schöne Optik, der gute Verlauf des Projekts, also das Gesamtergebnis der Sanierungsmaßnahmen eben nicht das Werk eines Einzelnen (z.B. meines Büro´s ist), sondern dass hier dem Bauherrn mit den Mitarbeitern (Stadtwerke Heidenheim, Gestaltung, Begleitung Projekt, Freiheit für schnelle Entscheidungen und Mittragen von Problemen), dem gesamten Badpersonal (sowohl im Ertragen der Maßnahmen als auch der Zuarbeit und Mitarbeit), besonders den vielen Firmen und Arbeitern und auch den Fachplanern (Büro Ott Langenau) das alles zu verdanken ist.

Sanierung Tiefgarage Rathaus Heidenheim

Die Tiefgarage des Rathauses ist ca. 7000m² groß mit ca. 200 Stellplätzen, teils 2-geschossig mit Hoffläche und Gebäude überbaut.. In den 60-zigern gebaut sind hier altersgemäß massive Schäden und Probleme vorhanden. Diese sind:
  • Betonschäden an Stützen-Wänden
  • Fläiche Schäden auf Betonbodenflächen, starke Versalzung
  • Tropfwasser aus Decke an Dehnfugen, Fehlstellen, Rinnen als Behelf montiert
  • Undichte Fugen mit massiver Korrosion
  • Risse mit Wasserzutritt in Wänden

Es wurde in einer Vorabsanierung das gröbste an Schäden an den Stahlbetonstützen saniert, die Risse in den Wänden/Decken verpresst. Die Dehnfugen waren ein besonderes Problem, da hier enorm viel Wasser zutrat. Es wurden hier die Fugen vergelt, d.h. die Fugen wurden unten geschlossen und dann mit einem dauerelastischen Gel aufgefüllt. Dieses Gel verdrängt das Wasser, dichtet und schafft somit auch abgedichtete Dehnfugen, wobei hier das nur bei geringen Bewegungen (überschüttete Tiefgaragen, Bauwerke im Boden) sehr gut funktioniert. Bei großen, ständigen Verformungen ist das wesentlich schwieriger. Es wäre natürlich einfacher gewesen, zuerst die Dachfläche komplett zu dichten, das aber war wegen anderer Parameter (Kosten, Zeitplan für Rathaussanierung) nicht möglich. Die Vorabsanierung und Fugensanierung wurde vorgezogen, um sicher zu gehen, dass kein Wasser zutritt für die Vollsanierung und auch wegen dem damals unklaren Zeitplan für die weiteren Maßnahmen.

Die Vollsanierung wurde 2016 dann durchgeführt. Diese Sanierung erfolgt im laufenden Betrieb mit Teilsperrungen. Zuerst wurde das Oberdeck saniert. Hierbei wurde eine neue Zufahrt ausgeschnitten (noch im Bau), die Wand-Decken-Bodenflächen komplett saniert. Wegen der Rissüberbrückungen und der hohen Fahrbelastung wurde höher elastifizierte OS10 verwendet.
Zudem wurde die Konzeption der TG hinsichtlich Brandschutz geändert. Die Sprinklerung war im Bestand vorhanden. Diese dient aber kaum der Brandbekämpfung, weil hier die Fahrzeuge gegen Spritzwasser selbst zu sehr geschützt sind. Es hindert die Wärmeausbreitung auf andere Fahrzeuge, jedoch die Rauchentwicklung ist nach wie vor enorm. Daher ist die Sprinklerung aus meiner Sicht nicht unbedingt die beste Maßnahme hier. Daher wurde das Konzept umgestellt und eine Entrauchungsanlage (zugleich Lüftung der TG) neu eingebaut und mit Brandmeldeanlage kombiniert. Die Rauchabschnitte wurden mit zusätzlichen Toren verkleinert. Somit ist bei Brand eine sofortige Dedektion gegeben, die Entrauchung sichert die das Verlassen der Tiefgarage und die Feuerwehr kann den Brand einfacher erreichen und bekämpfen. Zudem ist durch die Entrauchung die Prüfung der TG nach verletzten Personen und die Sicherheit dieser Personen (rauchfreie Schicht in Bodennähe) gegeben.

Die Sanierung läuft noch bis Ende 2017. Das Oberdeck ist fertig, das Unterdeck soll bis Ende Juli mit neuer Zufahrt stehen, danach wird das Zwischendeck saniert.



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